Scheißhausliteratur (5) The Glass Rainbow

Veröffentlicht 27. April 2017 in Scheißhausliteratur

„The Glass Rainbow“ ist bereits der achtzehnte (!) Roman über den Louisiana-Cop Dave Robicheaux und seinen besten Freund & Partner, die menschliche Dampframme Clete Purcell.

Auf den Autoren James Lee Burke bin ich vor über zwanzig Jahren gestoßen in Form seines dritten Robicheaux-Romans namens „Black Cherry Blues“ gestoßen. Da gibt’s eine Szene, in der Robicheaux über einen Bergpass fährt, während ein Sturm vorüberzieht, und wie Burke diesen Sturm über, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, eine ganze Seite in Worten malt habe ich nie vergessen.

Weil Montag ist: Drecksnest – Kapitel 1

Veröffentlicht 24. April 2017 in Drecksnest, Roman

Weil Montag ist oder vielleicht weil ich einfach nur mal wieder was posten möchte, gibt’s heute das erste Kapitel aus meinem Roman „Drecksnest“. Erhältlich als E-book und Taschenbuch bei Amazon. Here you go:

Drecksnest – Kapitel 1

Rocco wirft einen genervten Blick auf seine Uhr.

Eine Rolex. Gefälscht. Aber das weiß er nicht. Der Fettsack glaubt, das Ding ist echt. Dabei sollte er es wirklich besser wissen. Hinter seinem Rücken machen sich alle darüber lustig, aber niemand sagt es ihm. Irgendwann kriegt er es mit, und dann fliegen die Fäuste, soviel steht fest. Wenn man ihn verarscht, wird der Dicke zum Tier.

– Weißt du, was ich mehr hasse als warten? Warten auf blöde Kanaken.

Dante erwidert nichts. Starrt durch die Windschutzscheibe auf die mit Graffiti beschmierten Betonpfeiler. Rocco hat recht. Die Albaner sind spät dran. Sie warten jetzt bereits fast eine halbe Stunde hier unter der Brücke. Aber was spielt das schon für eine Rolle?

Für Dante jedenfalls keine.

Er steckt sich eine Kippe zwischen die Lippen und zündet sie an. Ein routinierter Prozess, der abläuft, ohne dass Dante sich dessen wirklich bewusst ist. Dabei hätte er beinahe mit dem Rauchen aufgehört.

Für Francesca.

Im Gegenzug wollte sie die Finger vom Kokain lassen. Sie hatten ihren kleinen Deal mit einem Handschlag besiegelt. Einem leidenschaftlichen Kuss. Einer leidenschaftlichen Nacht. An einem Freitag. Der Deal sollte ab Montag gelten. Am Wochenende dazwischen durften sich beide noch einmal ihren Schwächen hingeben, so war die Abmachung. Ein Wochenende, das alles verändert hatte.

Jetzt gilt der Deal nicht mehr.

– Ich versteh nicht, warum Aldo sich mit den Muftis einlässt. Sind doch alles Terroristen. Mieser Abschaum.

Sagt der Abschaum, denkt Dante, aber hält den Mund.

Alarm für Cobra 11 „Summer & Sharky“

Veröffentlicht 18. April 2017 in Drehbuch, Serien, TV

Am kommenden Donnerstag, dem 20.04.17, gibt es eine neue Folge von „Alarm für Cobra 11“, die ich in die Tasten meines Laptops gezimmert habe: Viel Spaß mit „Summer & Sharky“.

Er will nach Hause. Sie hängen ihn auf. Ihr Fehler.

Veröffentlicht 5. April 2017 in Es war einmal in Deutschland, Roman

Umsonst arbeiten, oder wie Harlan Ellison sagt: Pay the writer!

Veröffentlicht 4. April 2017 in Allgemein

Wir kennen das alle. Jemand möchte, dass wir etwas „erst mal“ umsonst schreiben, „weil gerade kein Entwicklungsgeld da ist“ und „es muß ja auch nur eine Seite sein“.

Ich krieg schon Herzrasen, wenn ich diese Worte bloß tippe.

Jeder muss natürlich für sich selbst abwägen, was er tut oder nicht tut, und keine  Situation ist wie die andere.

Aber grundsätzlich sollten wir es alle wie Harlan Ellison halten.

Dieser Clip macht mich immer wieder glücklich:

William Goldman: His nut felt on fire

Veröffentlicht 3. April 2017 in Allgemein, Drehbuch, Filme, Roman

Bevor ich wusste, was für eine lebende Legende (schon damals) William Goldman in der Drehbuch-Branche ist, blätterte ich als Schüler in einer Buchhandlung durch einen seiner Romane. Der hieß HEAT und damals las ich, was man ja eigentlich nicht machen sollte, die letzte Seite.

Die hab nie vergessen. Was für eine letzte Seite. Da beschreibt einer in einem einzigen kurzen Absatz einen ganzen Action-Showdown, ohne ins Detail zu gehen.

Fand ich unglaublich faszinierend und beeindruckend. Damals wie heute. Here you go:

Und obwohl mich diese wenigen Sätze nie losgelassen haben, kam ich doch erst fast dreißig Jahre später dazu, den Roman zu lesen. Lohnt sich. Wie sich eigentlich alles von William Goldman zu lesen lohnt, seien es Drehbücher, Essays oder Romane. Manche Leute sind eben zu Recht Legenden.

PS: Der Roman HEAT wurde übrigens zweimal verfilmt, einmal mit Burt Reynolds (1996, Dick Richards, Jerry Jameson) und ein zweites Mal als WILD CARD mit Jason Statham (2015, Simon West). Letzterer basierte auf demselben, dreißig Jahre alten Drehbuch, das Goldman selbst schrieb. Keiner der Filme genießt einen guten Ruf, allerdings habe ich beide selbst noch nicht gesehen.