#Buchpassion: Lieblingsautor*in

Veröffentlicht 4. Oktober 2017 in Allgemein, Schreiben

Ich habe keinen einzelnen Lieblingsautoren.

Ich habe viele verschiedene Lieblingsautoren.

Aber für die #Buchpassion mache ich mal eine Ausnahme und nenne einen Namen.

Don Winslow.

 

Vor Jahre schwärmte mir mein Freund Michel Birbaek, selbst Autor von fünf Romanen (der sechste erscheint demnächst), immer von einem Buch namens The Life and Death of Bobby Z vor.

Irgendwann habe ich das dann mal gelesen.

Und hatte die Droge Winslow intus.

Die Sucht wurde mit jedem Buch größer.

California Life and Fire (über einen kalifornischen Brand-Ermittler)

The Power of the Dog (sein Magnum Opus über den amerikanischen Drogenkrieg)

The Winter of Frankie Machine (ein Killer will nicht mehr, aber wir wissen ja, wie das mit

solchen Killern ist).

The Dawn Patrol (über Boone, einen surfenden Privatdetektiv)

The Gentleman’s Hour (mehr von Boone und seinen Surfer-Kumpels)

Savages (über zwei kalifornische Drogen-Dealer)

Kings of Cool (Prequel zu Savages)

The Cartel (Fortsetzung zu The Power of the Dog)

The Force (über einen korrupten Cop in New York)

Und so weiter und sofort.

Was mich an Winslow sofort in den Bann zog war seine rasante Schreibe.

Kurze, abgehackte Sätze, im Präsens geschrieben.

Wie ein Drehbuch.

Das erste Kapitel von Kings of Cool besteht aus zwei Wörtern: Fuck me.

Fuck me, in der Tat. Das denke ich jedes Mal, wenn ich einen Roman von Winslow lese.

Fuck me, kann der Typ schreiben.

Diesen besonderen Stil von dem ich spreche, hatte Winslow nicht immer. Der begann erst mit The Life and Death of Bobby Z (genau wie sein Erfolg). Davor hatte er bereits fünf weniger erfolgreiche Romane geschrieben.

Und erst mit seinem letzten Roman The Force hat es Winslow zum ersten Mal in seiner Karriere auf die New York Times Bestseller Liste geschafft.

Der Mann schreibt nicht nur großartig, er hat auch Ausdauer.

Also, wer noch nie etwas von Don Winslow gelesen hat, sollte das umgehend nachholen.

Und wer die Bücher auf Deutsch liest, ist mit einem der oben erwähnten Romane am Besten beraten, denn interessanterweise wurden in Deutschland in den letzten Jahren drei Winslow Romane veröffentlicht – Vergeltung, Missing New York, Germany – die in Winslows Muttersprache bislang nicht publiziert sind. Und liest man Rezensionen zu diesen drei Büchern auf Amazon sind sie zum größten Teil vernichtend.

Ich habe selbst noch keinen dieser drei Romane gelesen, werde das aber nachholen, um zu sehen, was es mit diesen mysteriösen Werken auf sich hat.