Stefans Horroktoberfest – Tag 4: The Fog – Nebel des Grauens

Veröffentlicht 4. Oktober 2017 in Horroktoberfest

Ich hab keine Ahnung, wann ich The Fog von John Carpenter das erste Mal gesehen habe.

Ich weiß nur, dass ich ihn seitdem immer wieder sehen kann.

Nach Halloween landete Carpenter damit seinen zweiten Horrorklassiker (wieder mit Jamie Lee Curtis). Einen der zum Glück nie eine Fortsetzung hatte, nur ein richtig beschissenes Remake, aber welches Remake ist das nicht.

The Fog ist eine klassische Geistergeschichte. Seeleute, denen Unrecht getan wurde, kehren in einer Nebelfront als Geister zurück, um sich zu an den Nachfahren ihrer Mörder zu rächen. Nicht von ungefähr beginnt der Film mit einem alten Seebären, der Kindern an einem Lagerfeuer am Strand eine Geistergeschichte erzählt.

Interessant ist, dass Carpenter zunächst erhebliche Probleme hatte; eine erste Version von The Fog funktionierte überhaupt nicht und erst durch massive Änderungen und Nachdrehs (darunter die erwähnte Lagerfeuerszene) bekam er den Film in den Griff.

Für mich lebt The Fog vor allem durch seine Atmosphäre, die Bilder des verschlafenen Küstenorts Antonio Bay, über den das Unheil vom Meer kommend hereinbricht, und der grandiose Score, den Carpenter wie bei vielen seiner Filme, selbst komponierte.

Besonders fasziniert hat mich immer die Radiostation von Stevie Wayne (Adrianne Barbeau) in einem Leuchtturm direkt an der Küste. Diese Szenen wurden im Point Reyes Lighthouse im Point Reyes National Seashore gedreht, dass ich vor ein paar Jahren mal besucht habe. An einem der wenigen Tage im Jahr, sagte ein Park Ranger, an dem die Küste mal nicht im Nebel liegt. Trotzdem konnte ich Carpenters Musik zu The Fog förmlich hören, als ich die langen, steilen Stufen zum Leuchtturm hinabstieg.