Stefans Horroktoberfest 2017 – Tag 12: WORLD WAR Z von Max Brooks

Veröffentlicht 12. Oktober 2017 in Horroktoberfest

Bislang hat in meinen Augen niemand WORLD WAR Z, erschienen 2006 und geschrieben von Max Brooks, dem Sohn der Komiker-Legende Mel Brooks, als die Mutter aller Zombie-Bücher verdrängen können.

Ein „Sachbuch“, das zehn Jahre nach dem Ende eines weltweiten Zombie-Outbreaks Überlebende aus der ganzen Welt in Form von Interviews durch einen UN-Mitarbeiter zu Wort kommen lässt: Zivilisten, Soldaten, Wissenschaftler, Politiker und andere.

Das alles thematisch chronologisch geordnet, beginnend mit den ersten Anzeichen der Zombies, der weltweiten Panik, als sich die Untoten ausbreiten, dem verzweifelten und hilflosen Kampf, dem Zusammenbruch der Zivilisation, dem Beginn des organisierten Krieges gegen die Zombies, dem finalen Sieg und dem Wiederaufbau der menschlichen Gesellschaft.

Schon nach wenigen Seiten vergisst man das ungewöhnliche Format und in meinem Fall auch die Tatsache, dass es in Wirklichkeit keine Zombies gibt. Denn Max Brooks‘ geht das Thema nicht augenzwinkernd oder ironisch an, sondern bierernst und er versucht so realistisch wie möglich die menschlichen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Umstände einer solchen fiktiven Katastrophe zu beleuchten. Und das spannender und mitreißender als jeder „normale“ Zombie-Roman. Eins der wenigen Bücher, dass ich innerhalb kürzester Zeit mehrmals verschlungen habe.

2013 kam natürlich die unvermeidliche Verfilmung und obwohl trotz schwieriger Entstehungsgeschichte finanziell erfolgreich war der Streifen ein filmischer PG-13-Schuss in den Ofen. Brad Pitt kämpft gegen rennende Zombies (im Buch rennen sie nicht und Max Brooks beleuchtet auch, warum das medizinisch/wissenschaftlich nicht möglich ist) und nur sehr wenige Elemente der Vorlage finden sich im Film wieder. Sicher, das Interview-Format ohne durchgehende Hauptfigur machte eine Verfilmung von vornherein zum schwierigen Unterfangen, aber wer ein bisschen sucht, kann im Internet zwei frühe Drehbuchfassungen von J. Michael Straczynski finden, die wesentlich näher an Brooks‘ Buch und besser als das sind, was letztendlich auf der Leinwand landete.

Stefans Horroktoberfest 2017 – Tag 11: TANZ DER TEUFEL von Sam Raimi

Veröffentlicht 11. Oktober 2017 in Horroktoberfest

Das waren noch Zeiten. Damals, 1984, als The Evil Dead aka Tanz der Teufel von der damaligen Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften wegen seiner drastischen Gewaltszenen indiziert und wenig später von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurde. Erst zweiunddreißig Jahre später, nämlich 2016, wurden Indizierung und Beschlagnahmung aufgehoben, und erst kürzlich, im September 2017, lief der komplett ungeschnittene Film zum ersten Mal im deutschen TV auf Tele 5. Aber da war The Evil Dead schon längst ein Klassiker mit zwei Sequels (Tanz der Teufel 2/Evil Dead 2, Armee der Finsternis/Army of Darkness), einem Remake, einer eigenen Fernsehserie und diversen Comic-Spinoffs. Hauptdarsteller Bruce Campbell und Ash, der Charakter, den er spielt, wurden weltweite Kultfiguren.

Eine Menge Ruhm für ein von ein paar Freunden am Wochenende für Kleingeld runtergekurbeltes Horrorfilmchen. Und der Beweis, dass kein Tugendwächter der Welt, ein Publikum davon abhalten kann einen Film/ein Buch/irgendein anderes Kunstwerk zu finden und zu genießen, wenn ihm danach ist. Die Indizierungswelle der Achtziger war genauso erfolgreich wie die Prohibition: nämlich gar nicht. Wenn Filme nicht auf den offiziellen Kanälen zu bekommen sind findet man eben andere Möglichkeiten. Ich sah Tanz der Teufel das erste Mal als bereits mehrfach kopierte, albgenudelte VHS-Raubkopie, die ich meinerseits raubkopierte, so wieder jeder andere Kumpel, der den Film in die Hände bekam.

Was haben wir das Ding rauf- und runtergeguckt. Dabei ist es auf den ersten Blick nicht mehr, als eine schlicht gestrickte Cabin-in-the-Woods-Horrorstory. Ein paar Freunde verbringen ein Wochenende in einer Waldhütte, finden dort das Necronomicon, das Buch der Toten – und machen den Fehler laut daraus vorzulesen, was das Böse zum Leben erweckt und das „splatterige“ Ende der Freunde bedeutet. Von Sam Raimi mit allerlei filmischen Mätzchen und irrwitzigen Kamerafahrten inszeniert, voll mit einer durchgeknallten Energie, die über alle Schwächen der Story hinwegfegt wie Herbststurm Xavier, der hier kürzlich Bäume gefällt und Dächer abgedeckt hat.

Wenn ein Film die Label Klassiker und Kult verdient, dann Tanz der Teufel. Wer das hier liest und den Film nicht kennt: worauf wartet ihr? Mit dem Ende der Indizierung gibt’s tolle neue Blu-Ray oder Streaming-Versionen von Tanz der Teufel. Spaß ist garantiert. Nur eins werdet ihr nicht haben: den Reiz des Verbotenen und den Charme einer verranzten VHS-Raubkopie.

 

Stefans Horroktoberfest 2017 – Tag 10: THE ENEMY SERIES von Charlie Higson

Veröffentlicht 10. Oktober 2017 in Horroktoberfest

Mein bereits fertig geschriebener, aber noch unveröffentlichter dritter Roman dreht sich um zwei Kinder und Zombies.

Zombies waren immer meine „Lieblingsmonster“, dumm, unberechenbar und absolut furchteinflößend, und während der Arbeit an dem neuen Roman habe ich meinen Schädel intensiv mit allem an Filmen und Büchern zum Thema gefüttert, was ich finden konnte.

Dabei bin ich auf die siebenteilige Reihe (The Enemey, The Dead, The Fear, The Sacrifice, The Fallen, The Hunter, The End) von Young Adult Romanen des britischen Autoren Charlie Higson unter dem Obertitel The Enemy gestoßen. Auch wenn es streng genommen keine Zombies sind, die hier Menschen töten und fressen, sondern Infizierte, die zum Teil sogar noch Anflüge von menschlichen Regungen verspüren können.

Gute Kinder- und Jugendbücher/Filme zeichnen sich dadurch aus, dass jede Altersgruppe Spaß dran finden kann, und die Enemy-Bücher hatten mich gleich von Anfang an am Haken.

Es geht um einen Virus/eine Krankheit, der/die alle Menschen über Vierzehn in stolpernde, hirnlose Kreaturen verwandelt, die nur eins im Sinn haben: Kinder und Jugendliche töten und fressen. Die Bücher spielen in London und erzählen von verschiedenen Gruppen von Kindern/Jugendlichen, die nach dem Zusammenbruch der Gesellschaft dort ums Überleben kämpfen und gleichzeitig versuchen herauszufinden, was hinter der Krankheit steckt.

Die Handlung der Romane springt zwischen verschiedenen Gruppen von Jugendlichen hin und her, und wenn man die Bücher nicht in einem Rutsch liest, sondern sporadisch, so wie ich, dann kann man bei den Dutzenden von Charakteren schon mal den Überblick darüber verlieren. Zum Glück gibt es im Zeitalter des Internets für alles einen Wikipedia-Eintrag, so auch hier. Da kann man schnell noch mal eine kurze Zusammenfassung der vorangegangen Romane finden.

Charlie Higson erzählt tempo- und einfallsreich, voll mit Blood & Gore – aber auch großen Emotionen: denn die Romane sind zwar für jugendliche Leser geschrieben, aber der Autor schaltet nie in den Weichspülgang: viele Figuren bleiben grausig und traurig auf der Strecke.

Zwei der sieben Romane liegen noch vor mir und ich bin gespannt, wie Charlie Higson seine Geschichte zu Ende bringt.

 

Stefans Horroktoberfest 2017 – Tag 9: HORROR OF DRACULA

Veröffentlicht 9. Oktober 2017 in Horroktoberfest

Die Samstage meiner Kindheit. Wenn ich meine Eltern überreden konnte den Spätfilm in der ARD nach dem Sport-Studio und dem Wort zum Sonntag zu gucken.

Einer davon war der erste Dracula-Streifen aus der Hammer-Film-Schmiede von 1958: Horror of Dracula, zu Deutsch schlicht Dracula, inszeniert von Terence Fisher und geschrieben von Jimmy Sangster.

Was hängen blieb: die knalligen Farben, die Studio-Kulissen, die Matte-Paintings der transylvanischen Berge im Hintergrund. Das grellrote Blut, das spritzt, als Peter Cushings Van Helsing einen Pflock in die Brust einer weißbekleideten Vampir-Braut hämmert. Christopher Lees Dracula, der sich unter dem großen Kreuz in Van Helsings Händen krümmt und das Sonnenlicht, das durch die Fenster strömt, als Van Helsing im Kampf mit Dracula die Vorhänge beiseite reißt. Dracula, der zu Staub verfällt.

Das alles hinterließ einen unvergesslichen Eindruck. Ich weiß noch, wie ich nach dem Film mit untereinander geschlagenen Beinen auf der Couch saß und die gerade gesehenen Bilder in meinem Kopf begeistert Revue passieren ließ, während kalte Nachtluft durch die offene Balkontür strömte, wo mein Vater draußen stand und noch eine Zigarette rauchte, bevor wir schlafen gingen.

Horror of Dracula hat bis heute nichts von seiner Faszination verloren und war der erste Dracula-Film den ich je gesehen habe. Deswegen ist Dracula für mich in erster Linie immer Christopher Lee, auch wenn Bela Lugosi aus dem Universal-Klassiker Dracula von 1931 vor ihm da war.

Stefans Horroktoberfest 2017 – Tag 8: NEAR DARK von Kathryn Bigelow

Veröffentlicht 8. Oktober 2017 in Horroktoberfest

Was ist Near Dark?

Ein atmosphärischer, schmutziger, beinharter, actionreicher, moderner Vampir-Western. Der Film, mit dem Regisseurin Kathryn Bigelow schon 1987 bewies, dass man kein „Kerl“ sein muss, um coole, harte Streifen zu drehen. Kaum zu glauben, dass das Geschlecht eines Regisseurs heute, dreißig Jahre später, immer noch so ein großes Thema ist.

In den letzten Jahren hat Bigelow viele Preise mit ihren ernsten, aber nicht weniger harten Dramen, dem Kriegsfilm The Hurt Locker und Zero Dark Thirty, über die Jagd auf Osama Bin Laden, eingeheimst. Aber ich persönlich habe beide Filme bereits wieder vergessen. Im Gegensatz zu Near Dark, Point Break oder Strange Days, jeder heute ein Klassiker für sich.

In Near Dark trifft der junge Cowboy Caleb (Adrian Pasdar) eines Nachts auf die mysteriöse Rumtreiberin Mae (Jenny Wright). Die ist ein Vampir und obwohl sie sich dagegen sträubt, zwingt sie ihr Trieb dazu, Caleb Blut auszusaugen. Daraufhin wird Caleb unfreiwilliges Mitglied der Gruppe von Vampiren, mit der Mae in einem Wohnmobil durchs Land zieht: einer irrer und gefährlicher als der andere (dargestellt von Lance Henriksen, Bill Paxton und Jeanette Goldstein, die zuvor alle in Aliens von Bigelows damaligen Ehemann James Cameron aufgetreten sind). Die Vampire misstrauen Caleb – zurecht, denn der will keine Menschen töten und ihr Blut trinken (also muss ihn Mae über Aderlass füttern). Über kurz oder lang wird Caleb sich gegen die Blutsauger stellen müssen – zu dumm nur, dass die seine jüngere Schwester in die Finger kriegen…

Die Vampire aus Near Dark haben sogar nichts mit den klassischen Blutsaugern zu tun. Sie sind ein Haufen von verrohten, schmutzigen, asozialen, Bier saufenden Rumtreibern, die genauso gut mit Messern und Knarren töten wie mit ihren spitzen Eckzähnen. Die Stimmung des Films ist so düster und schmutzig wie seine blutsaugenden Outlaws, und die kalten Bilder sind unterlegt mit einem atmosphärischen Score der deutschen Band Tangerine Dream.

Stefans Horroktoberfest 2017 – Tag 7: DEAD ZONE von Stephen King

Veröffentlicht 7. Oktober 2017 in Horroktoberfest

The Dead Zone, zu Deutsch Das Attentat, ist ein weiterer Roman aus Stephen Kings Blütezeit, erschienen 1979, der mich als Teenager enorm beeindruckt hat und den ich, wie viele seiner frühen Bücher, nie vergessen habe.

Ein junger Lehrer namens Johnny Smith fällt nach einem Unfall in ein fünfjähriges Koma, und als er daraus erwacht besitzt er hellseherische Fähigkeiten. Mit denen erkennt er, dass der ehrgeizige Politiker Greg Stillson als der zukünftige US-Präsident einen Atomkrieg auslösen wird. Johnny beschließt, das zu verhindern, in dem er ein Attentat auf Stillson plant.

Ich kann mich kaum noch an Details erinnern, nur an die melancholische und traurige Gesamtatmosphäre. Und daran, dass es eins der King-Bücher ohne Monster oder besonders blutige Szenen ist. Die Monster hier sind Menschen – ein Serienkiller, den den Johnny hilft zu stellen, und der skrupellose Politiker Stillson.

Das Buch wurde 1983 von David Cronenberg verfilmt und von 2002 – 2007 lief eine sechs Staffeln lange Fernsehserie.

Stefans Horroktoberfest 2017 – Tag 6: THE INVITATION von Karyn Kusama & Phil Hay & Matt Manfredi

Veröffentlicht 6. Oktober 2017 in Horroktoberfest

Das Schöne am Zeitalter von Netflix und Amazon Prime ist, dass man nicht mehr verzweifelt auf kleine Filmproduktionen warten, oder sie als DVDs aus den USA oder UK beziehen muss, sondern dass diese Filme eine Plattform bei den Streaming-Diensten finden.

Genauso schön ist die Überraschung wenn man einen solchen Film, von dem man zuvor vielleicht wenig oder gar nichts gehört hat, dann einfach mal anklickt und sich überraschen lässt.

So erging es mir mit The Invitation. Ich hatte einen Podcast mit den beiden Autoren Phil Hay & Matt Manfredi gehört, aber eigentlich schon wieder vergessen. Dann stolperte ich über den Film auf Netflix.

Ein Klick – und schon hatte ich einen der besten Thriller der letzten Jahre gesehen.

Worum geht’s? Will und seine Freundin Kira sind, zusammen mit anderen alten Freunden, zu einem Abendessen bei Will’s Ex Eden eingeladen. Nach dem Tod ihres gemeinsamen Kindes hatten sich Will und Eden getrennt. Eden verschwand bei einer Selbsthilfegruppe in Mexiko. Jetzt ist sie mit ihrem neuen Mann David zurückgekehrt und will wieder Kontakt zu Will und den anderen Freunden knüpfen. Im Gegensatz zu Will, der nie professionelle Hilfe gesucht hat, scheint sie das Trauma um ihr totes Kind überwunden zu haben…

Ich wollte gerade noch zwei Sätze mehr zum Inhalt schreiben, dann dachte ich, nein, je weniger man weiß, desto besser. Schaut euch den Film an, lasst euch auf ihn ein – und dann überraschen, wie er sich vom Drama zum knallharten Schocker wandelt.

Stefans Horroktoberfest 2017 – Tag 5: THE HALLOWEEN TREE von Ray Bradbury

Veröffentlicht 5. Oktober 2017 in Horroktoberfest

Das erste Buch, das ich je von Ray Bradbury gelesen habe, war seine kurze Abhandlung über das Schreiben: Zen and the Art of Writing. Seine poetische Schreibe war selbst in diesem Sachbuch nicht zu verkennen. Jahre später las ich dann eine seiner Kurzgeschichtensammlungen, und ganz ehrlich: Ich habe keine einzige Story verstanden (wenn es denn etwas zu verstehen gab).

Aber mir war klar, der Mann ist ein grandioser Autor.

Erst vor zwei Jahren habe ich mein erstes Bradbury-Buch gelesen und das war The Halloween Treezu Deutsch nur Halloween.

Mehr als eine kurze Inhaltsangabe braucht man dazu nicht zu wissen: An einem Halloween-Abend machen acht Freunde ihre Trick or Treat-Runde durch die Nachbarschaft.  Vor einem seltsamen Haus treffen sie den noch seltsameren Mr. Moundshroud. Als einer der Jungen von einem dunklen Etwas entführt wird, nimmt Mr. Moundshroud die restlichen Kinder am Schwanz eines Winddrachens hängend mit auf eine Reise durch Raum und Zeit, um in der Vergangenheit (in der Steinzeit, dem alten Ägypten, dem Mittelalter) nach ihrem verschwundenen Freund zu suchen und die Bedeutung Halloweens kennenzulernen.

Eine wunderbare, magische Geschichte, die es (zumindest auf Englisch) in vielen verschiedenen Ausgaben mit tollen Illustrationen gibt. Es existiert auch eine Hanna Barbara Trickfilm-Adaption von 1993, die ich mir für diesen Oktober auf die persönliche Watchlist gesetzt habe.

Stefans Horroktoberfest – Tag 4: The Fog – Nebel des Grauens

Veröffentlicht 4. Oktober 2017 in Horroktoberfest

Ich hab keine Ahnung, wann ich The Fog von John Carpenter das erste Mal gesehen habe.

Ich weiß nur, dass ich ihn seitdem immer wieder sehen kann.

Nach Halloween landete Carpenter damit seinen zweiten Horrorklassiker (wieder mit Jamie Lee Curtis). Einen der zum Glück nie eine Fortsetzung hatte, nur ein richtig beschissenes Remake, aber welches Remake ist das nicht.

The Fog ist eine klassische Geistergeschichte. Seeleute, denen Unrecht getan wurde, kehren in einer Nebelfront als Geister zurück, um sich zu an den Nachfahren ihrer Mörder zu rächen. Nicht von ungefähr beginnt der Film mit einem alten Seebären, der Kindern an einem Lagerfeuer am Strand eine Geistergeschichte erzählt.

Interessant ist, dass Carpenter zunächst erhebliche Probleme hatte; eine erste Version von The Fog funktionierte überhaupt nicht und erst durch massive Änderungen und Nachdrehs (darunter die erwähnte Lagerfeuerszene) bekam er den Film in den Griff.

Für mich lebt The Fog vor allem durch seine Atmosphäre, die Bilder des verschlafenen Küstenorts Antonio Bay, über den das Unheil vom Meer kommend hereinbricht, und der grandiose Score, den Carpenter wie bei vielen seiner Filme, selbst komponierte.

Besonders fasziniert hat mich immer die Radiostation von Stevie Wayne (Adrianne Barbeau) in einem Leuchtturm direkt an der Küste. Diese Szenen wurden im Point Reyes Lighthouse im Point Reyes National Seashore gedreht, dass ich vor ein paar Jahren mal besucht habe. An einem der wenigen Tage im Jahr, sagte ein Park Ranger, an dem die Küste mal nicht im Nebel liegt. Trotzdem konnte ich Carpenters Musik zu The Fog förmlich hören, als ich die langen, steilen Stufen zum Leuchtturm hinabstieg.

#Buchpassion: Lieblingsautor*in

Veröffentlicht in Allgemein, Schreiben

Ich habe keinen einzelnen Lieblingsautoren.

Ich habe viele verschiedene Lieblingsautoren.

Aber für die #Buchpassion mache ich mal eine Ausnahme und nenne einen Namen.

Don Winslow.

Vor Jahre schwärmte mir mein Freund Michel Birbaek, selbst Autor von fünf Romanen (der sechste erscheint demnächst), immer von einem Buch namens The Life and Death of Bobby Z vor.

Irgendwann habe ich das dann mal gelesen.

Und hatte die Droge Winslow intus.

Die Sucht wurde mit jedem Buch größer.