William Goldman: His nut felt on fire

Veröffentlicht 3. April 2017 in Allgemein, Drehbuch, Filme, Roman

Bevor ich wusste, was für eine lebende Legende (schon damals) William Goldman in der Drehbuch-Branche ist, blätterte ich als Schüler in einer Buchhandlung durch einen seiner Romane. Der hieß HEAT und damals las ich, was man ja eigentlich nicht machen sollte, die letzte Seite.

Die hab nie vergessen. Was für eine letzte Seite. Da beschreibt einer in einem einzigen kurzen Absatz einen ganzen Action-Showdown, ohne ins Detail zu gehen.

Fand ich unglaublich faszinierend und beeindruckend. Damals wie heute. Here you go:

Und obwohl mich diese wenigen Sätze nie losgelassen haben, kam ich doch erst fast dreißig Jahre später dazu, den Roman zu lesen. Lohnt sich. Wie sich eigentlich alles von William Goldman zu lesen lohnt, seien es Drehbücher, Essays oder Romane. Manche Leute sind eben zu Recht Legenden.

PS: Der Roman HEAT wurde übrigens zweimal verfilmt, einmal mit Burt Reynolds (1996, Dick Richards, Jerry Jameson) und ein zweites Mal als WILD CARD mit Jason Statham (2015, Simon West). Letzterer basierte auf demselben, dreißig Jahre alten Drehbuch, das Goldman selbst schrieb. Keiner der Filme genießt einen guten Ruf, allerdings habe ich beide selbst noch nicht gesehen.

Berlin liegt am Meer, zumindest in Thailand

Veröffentlicht 20. März 2017 in Filme, TV

2007 habe ich für die Janus Film Produktion/Pro Sieben eine romantische Komödie namens „29 und noch Jungfrau“ geschrieben. Der Titel sagt eigentlich alles. Es geht um Vic, eine neunundzwanzigjährige Jungfrau, die, statt wie gewünscht bei der Musikredaktion der Bravo, einen Job beim Dr.Sommer Team ergattert. Plötzlich muss Vic Ratschläge zu einem Thema geben, mit dem sie sich nicht wirklich auskennt. Also setzt sie alles dran ihre Jungfräulichkeit endlich zu verlieren. Klar, dass das einfacher gesagt als getan ist. Der Film wurde (unter der Regie von Holger Haase) in Berlin gedreht und spielt auch in der Hauptstadt.

Und während „29 und noch Jungfrau“ wie die meisten TV-Movies nie auf DVD erschienen ist, konnte man ihn kurz nach der Ausstrahlung im deutschen TV bei einem Thailänder Online Store als (bestimmt nicht legale) „Video CD“ erwerben. Scheinbar um den Film den an gutes Wetter gewöhnten Thailändern schmackhaft zu machen, wurde kurzerhand ein Cover gebastelt, in dem es die Hauptfiguren Vic (Anna Kubin) und Nik (Oliver Bootz) an einen photogeshoppten Strand verschlägt. Eine der Nebendarstellerinnen (Vera Baranyai) schaffte es sogar vor die Namen der Hauptdarsteller, wahrscheinlich weil sie/ihr Character in der Rollenauflistung der Imdb an vorderster Stelle steht.

Die Schwerter der Autoren

Veröffentlicht 7. März 2017 in Filme, TV

Bevor der Movie-Zweiteiler „Das Blut der Templer“ 2004 in der Glotze lief, gab es damals eine kleine Kino-Premiere in München.

An dem Abend bekamen die Autoren sogar etwas geschenkt (wir werden nicht immer Scheiße behandelt).

Und zwar Schwerter aus dem Film.

Schöne Sache. Guckta hier:

Nur mussten wir die Dinger ja wieder nach Hause transportieren. In meinem Fall mit dem Zug von München nach Hagen. Das gute Stück war in ein lila (!) Samttuch gewickelt, nur der Griff guckte oben raus.  Jedenfalls, als ich losfuhr.

Von Drehbüchern, Wolfgang Hohlbein und Comics

Veröffentlicht 1. März 2017 in Drehbuch, Filme, TV

Mein Freund und gelegentlicher Co-Autor Kai Uwe Hasenheit ist der Mann für große Ideen. Ende der Neunziger hatte er eine, die sich um die bevorstehende Jahrhundertwende drehte.

Das war die Geburtsstunde von Das Blut der Templer.

Ursprünglich hatte Kai die Geschichte mit einem anderen gemeinsamen Freund, Christian Zübert (Lammbock und das in diesem Monat ins Kino kommende Sequel Lommbock), geschrieben, aber als das Projekt schließlich bei einem Produzenten landete, der es realisieren konnte, hatte Christian keine Zeit mehr und ich durfte miteinsteigen. Das war die Zeit, als ein Sender wie Pro Sieben noch einigermaßen aufwendige Genre-Movies für die Glotze produzierte (Ratten, Das Jesus-Video u.a).

Ich wünschte, das würden sie heute noch tun.

Wer Drehbücher schreiben will…

Veröffentlicht 8. November 2016 in Drehbuch, Filme, Kino, Schreiben

Der kann sich eins oder mehrere der unzähligen How-to-do-Bücher besorgen, die sich inzwischen gegenseitig von den Bücherregalen schubsen (und in den meisten Fällen von Leuten geschrieben werden, die selbst nicht einen produzierten Film vorzuweisen haben).

Oder er kann Drehbücher lesen. Echte Drehbücher von echten Drehbuchautoren.

Ich hab kürzlich bei meinen Eltern zwei Drehbücher vom großen Shane Black („The Nice Guys“ gerade auf Blu-Ray/Digital raus) wiedergefunden, die mehr oder weniger meine Bibel waren, als ich 1994 mein allererstes Drehbuch „Cosmo & Sherin“ geschrieben hab. Was unweigerlich dazu führte, dass es ein ziemlich dreister Abklatsch von beidem war.

Allein gegen die Zeit – Der Film

Veröffentlicht 20. September 2016 in Allgemein, Filme, Kino

Allein gegen die Zeit – Der Film. Basierend auf der gleichnamigen KIKA-Serie. Da durfte ich neben Ceylan Yildirim, Michael Demuth und Johannes W. Betz auch dran rumschreiben. Ich weiß nicht, wie viel von mir es in den fertigen Film geschafft hat, aber die „Pimmelnase“ ist jedenfalls im Trailer. Kinostart ist der 27.10.16. Regie führte Christian Theede.