Umsonst arbeiten, oder wie Harlan Ellison sagt: Pay the writer!

Veröffentlicht 4. April 2017 in Allgemein

Wir kennen das alle. Jemand möchte, dass wir etwas „erst mal“ umsonst schreiben, „weil gerade kein Entwicklungsgeld da ist“ und „es muß ja auch nur eine Seite sein“.

Ich krieg schon Herzrasen, wenn ich diese Worte bloß tippe.

Jeder muss natürlich für sich selbst abwägen, was er tut oder nicht tut, und keine  Situation ist wie die andere.

Aber grundsätzlich sollten wir es alle wie Harlan Ellison halten.

Dieser Clip macht mich immer wieder glücklich.

William Goldman: His nut felt on fire

Veröffentlicht 3. April 2017 in Allgemein, Drehbuch, Filme, Roman

Bevor ich wusste, was für eine lebende Legende (schon damals) William Goldman in der Drehbuch-Branche ist, blätterte ich als Schüler in einer Buchhandlung durch einen seiner Romane. Der hieß HEAT und damals las ich, was man ja eigentlich nicht machen sollte, die letzte Seite.

Die hab nie vergessen. Was für eine letzte Seite. Da beschreibt einer in einem einzigen kurzen Absatz einen ganzen Action-Showdown, ohne ins Detail zu gehen.

Fand ich unglaublich faszinierend und beeindruckend. Damals wie heute. Here you go:

Und obwohl mich diese wenigen Sätze nie losgelassen haben, kam ich doch erst fast dreißig Jahre später dazu, den Roman zu lesen. Lohnt sich. Wie sich eigentlich alles von William Goldman zu lesen lohnt, seien es Drehbücher, Essays oder Romane. Manche Leute sind eben zu Recht Legenden.

PS: Der Roman HEAT wurde übrigens zweimal verfilmt, einmal mit Burt Reynolds (1996, Dick Richards, Jerry Jameson) und ein zweites Mal als WILD CARD mit Jason Statham (2015, Simon West). Letzterer basierte auf demselben, dreißig Jahre alten Drehbuch, das Goldman selbst schrieb. Keiner der Filme genießt einen guten Ruf, allerdings habe ich beide selbst noch nicht gesehen.

Im April gibt’s Eier und…

Veröffentlicht 30. März 2017 in Es war einmal in Deutschland, Roman

Berlin liegt am Meer, zumindest in Thailand

Veröffentlicht 20. März 2017 in Filme, TV

2007 habe ich für die Janus Film Produktion/Pro Sieben eine romantische Komödie namens „29 und noch Jungfrau“ geschrieben. Der Titel sagt eigentlich alles. Es geht um Vic, eine neunundzwanzigjährige Jungfrau, die, statt wie gewünscht bei der Musikredaktion der Bravo, einen Job beim Dr.Sommer Team ergattert. Plötzlich muss Vic Ratschläge zu einem Thema geben, mit dem sie sich nicht wirklich auskennt. Also setzt sie alles dran ihre Jungfräulichkeit endlich zu verlieren. Klar, dass das einfacher gesagt als getan ist. Der Film wurde (unter der Regie von Holger Haase) in Berlin gedreht und spielt auch in der Hauptstadt.

 

Und während „29 und noch Jungfrau“ wie die meisten TV-Movies nie auf DVD erschienen ist, konnte man ihn kurz nach der Ausstrahlung im deutschen TV bei einem Thailänder Online Store als (bestimmt nicht legale) „Video CD“ erwerben. Scheinbar um den Film den an gutes Wetter gewöhnten Thailändern schmackhaft zu machen, wurde kurzerhand ein Cover gebastelt, in dem es die Hauptfiguren Vic (Anna Kubin) und Nik (Oliver Bootz) an einen photogeshoppten Strand verschlägt. Eine der Nebendarstellerinnen (Vera Baranyai) schaffte es sogar vor die Namen der Hauptdarsteller, wahrscheinlich weil sie/ihr Character in der Rollenauflistung der Imdb an vorderster Stelle steht.

Scheißhausliteratur (4) Lords of the North

Veröffentlicht 13. März 2017 in Scheißhausliteratur

Ich glaube, ich habe Bernard Cornwell entdeckt, als ich (wahrscheinlich weil ich mich vorm Schreiben drücken wollte) in Sean Beans Filmographie in der imdb gestöbert hab. Da gab es die Sharpe TV-Filme, in denen Bean die Hauptrolle spielt, und die auf Cornwells einundzwanzig Romanen über Richard Sharpe basieren.

Sharpe ist ein britischer Soldat im 18. Jahrhundert, der, ungewöhnlich für seine Zeit, vom einfachen Soldaten zum Offizier aufsteigt und in vielen bedeutenden Schlachten in Indien und Europa kämpft. Statt der Filme hab ich mir das erste der Sharpe-Bücher vorgenommen, und damit hatte Cornwell mich gleich am Haken. Der Mann schreibt historische Abenteuerliteratur at its best. Hart, blutig, humorvoll, realistisch.

Die Schwerter der Autoren

Veröffentlicht 7. März 2017 in Filme, TV

Bevor der Movie-Zweiteiler „Das Blut der Templer“ 2004 in der Glotze lief, gab es damals eine kleine Kino-Premiere in München.

An dem Abend bekamen die Autoren sogar etwas geschenkt (wir werden nicht immer Scheiße behandelt).

Und zwar Schwerter aus dem Film.

Schöne Sache. Guckta hier:

Nur mussten wir die Dinger ja wieder nach Hause transportieren. In meinem Fall mit dem Zug von München nach Hagen. Das gute Stück war in ein lila (!) Samttuch gewickelt, nur der Griff guckte oben raus.  Jedenfalls, als ich losfuhr.

Von Drehbüchern, Wolfgang Hohlbein und Comics

Veröffentlicht 1. März 2017 in Drehbuch, Filme, TV

Mein Freund und gelegentlicher Co-Autor Kai Uwe Hasenheit ist der Mann für große Ideen. Ende der Neunziger hatte er eine, die sich um die bevorstehende Jahrhundertwende drehte.

Das war die Geburtsstunde von Das Blut der Templer.

Ursprünglich hatte Kai die Geschichte mit einem anderen gemeinsamen Freund, Christian Zübert (Lammbock und das in diesem Monat ins Kino kommende Sequel Lommbock), geschrieben, aber als das Projekt schließlich bei einem Produzenten landete, der es realisieren konnte, hatte Christian keine Zeit mehr und ich durfte miteinsteigen. Das war die Zeit, als ein Sender wie Pro Sieben noch einigermaßen aufwendige Genre-Movies für die Glotze produzierte (Ratten, Das Jesus-Video u.a).

Ich wünschte, das würden sie heute noch tun.

Synopsis für den neuen Roman „Es war einmal in Deutschland“

Veröffentlicht 10. Februar 2017 in Ebook, Es war einmal in Deutschland, Roman

Work-In-Progress:

Deutschland, April 1945, die letzte Kriegswoche.

Der von fünf Jahren Krieg desillusionierte Landser Heinrich erfährt, dass seine Frau und eine seiner beiden Töchter einem Bombenangriff auf Hagen ums Leben gekommen sind.

Er desertiert, um an die Seite seiner jüngsten Tochter zu eilen.

Dabei läuft er einer SS-Einheit über den Weg, die in einer nahegelegenen Kleinstadt nach dem versteckten Gold einer ermordeten, jüdischen Industriellen-Familie sucht.

Der fanatische Obersturmbannführer von Starnfeld macht kurzen Prozess mit Vaterlandsverrätern. Er hängt Heinrich am nächsten Baum auf.

Die junge Bäuerin Elsa rettet Heinrich das Leben, und er glaubt, er könne seinen Heimweg fortsetzen. Doch dann geraten Elsa und ihr geistig behinderter Bruder Paule ins Visier der SS. Genau wie die Bewohner der Kleinstadt, von denen manche, wie der Bürgermeister Robert Schlick, eigene Ziele verfolgen.

Während die Front, und damit die amerikanischen Truppen immer näher rücken, entbrennt ein blutiger Kampf um das versteckte Gold.

Mittendrin Heinrich, ein Vater, der nichts anderes will, als endlich nach Hause zu kommen, zu seinem Kind. Doch dafür muss er ein letztes Mal kämpfen.

So hart wie nie zuvor…

Blick in die Schatzkiste…

Veröffentlicht 30. Januar 2017 in Allgemein

Scheißhausliteratur (3) The Fallen

Veröffentlicht 11. Januar 2017 in Scheißhausliteratur

Während der Recherche zu einem Zombie-Projekt habe ich viel Untoten-Literatur gesucht und gefunden. Manches sehr gut, manches gut, manches weniger.
Charlie Higson’s The Dead-Reihe gehört zu den Guten. Auch wenn es streng genommen keine Zombies sind, die hier Menschen fressen, sondern Infizierte. Aber diese Differenzierung überlasse ich den Hardcore-Geeks.
Die siebenteilige Reihe fällt in die seit einigen Jahren blühende Sparte von „Young Adult“ Literatur, sprich es sind Bücher für Teeanger. Heißt aber nicht, dass man als „Adult“ außen vor bleiben muss. Im Gegenteil.