Stefans Horroktoberfest 2017 – Tag 8: NEAR DARK von Kathryn Bigelow

Veröffentlicht 8. Oktober 2017 in Horroktoberfest

Was ist Near Dark?

Ein atmosphärischer, schmutziger, beinharter, actionreicher, moderner Vampir-Western. Der Film, mit dem Regisseurin Kathryn Bigelow schon 1987 bewies, dass man kein „Kerl“ sein muss, um coole, harte Streifen zu drehen. Kaum zu glauben, dass das Geschlecht eines Regisseurs heute, dreißig Jahre später, immer noch so ein großes Thema ist.

In den letzten Jahren hat Bigelow viele Preise mit ihren ernsten, aber nicht weniger harten Dramen, dem Kriegsfilm The Hurt Locker und Zero Dark Thirty, über die Jagd auf Osama Bin Laden, eingeheimst. Aber ich persönlich habe beide Filme bereits wieder vergessen. Im Gegensatz zu Near Dark, Point Break oder Strange Days, jeder heute ein Klassiker für sich.

  

Stefans Horroktoberfest 2017 – Tag 7: DEAD ZONE von Stephen King

Veröffentlicht 7. Oktober 2017 in Horroktoberfest

The Dead Zone, zu Deutsch Das Attentat, ist ein weiterer Roman aus Stephen Kings Blütezeit, erschienen 1979, der mich als Teenager enorm beeindruckt hat und den ich, wie viele seiner frühen Bücher, nie vergessen habe.

  

Ein junger Lehrer namens Johnny Smith fällt nach einem Unfall in ein fünfjähriges Koma, und als er daraus erwacht besitzt er hellseherische Fähigkeiten. Mit denen erkennt er, dass der ehrgeizige Politiker Greg Stillson als der zukünftige US-Präsident einen Atomkrieg auslösen wird. Johnny beschließt, das zu verhindern, in dem er ein Attentat auf Stillson plant.

Ich kann mich kaum noch an Details erinnern, nur an die melancholische und traurige Gesamtatmosphäre. Und daran, dass es eins der King-Bücher ohne Monster oder besonders blutige Szenen ist. Die Monster hier sind Menschen – ein Serienkiller, den den Johnny hilft zu stellen, und der skrupellose Politiker Stillson.

Das Buch wurde 1983 von David Cronenberg verfilmt und von 2002 – 2007 lief eine sechs Staffeln lange Fernsehserie.

Stefans Horroktoberfest 2017 – Tag 6: THE INVITATION von Karyn Kusama & Phil Hay & Matt Manfredi

Veröffentlicht 6. Oktober 2017 in Horroktoberfest

Das Schöne am Zeitalter von Netflix und Amazon Prime ist, dass man nicht mehr verzweifelt auf kleine Filmproduktionen warten, oder sie als DVDs aus den USA oder UK beziehen muss, sondern dass diese Filme eine Plattform bei den Streaming-Diensten finden.

Genauso schön ist die Überraschung wenn man einen solchen Film, von dem man zuvor vielleicht wenig oder gar nichts gehört hat, dann einfach mal anklickt und sich überraschen lässt.

So erging es mir mit The Invitation. Ich hatte einen Podcast mit den beiden Autoren Phil Hay & Matt Manfredi gehört, aber eigentlich schon wieder vergessen. Dann stolperte ich über den Film auf Netflix.

Ein Klick – und schon hatte ich einen der besten Thriller der letzten Jahre gesehen.

Stefans Horroktoberfest 2017 – Tag 5: THE HALLOWEEN TREE von Ray Bradbury

Veröffentlicht 5. Oktober 2017 in Horroktoberfest

Das erste Buch, das ich je von Ray Bradbury gelesen habe, war seine kurze Abhandlung über das Schreiben: Zen and the Art of Writing. Seine poetische Schreibe war selbst in diesem Sachbuch nicht zu verkennen. Jahre später las ich dann eine seiner Kurzgeschichtensammlungen, und ganz ehrlich: Ich habe keine einzige Story verstanden (wenn es denn etwas zu verstehen gab).

Aber mir war klar, der Mann ist ein grandioser Autor.

Erst vor zwei Jahren habe ich mein erstes Bradbury-Buch gelesen und das war The Halloween Treezu Deutsch nur Halloween.

 

Mehr als eine kurze Inhaltsangabe braucht man dazu nicht zu wissen: An einem Halloween-Abend machen acht Freunde ihre Trick or Treat-Runde durch die Nachbarschaft.  Vor einem seltsamen Haus treffen sie den noch seltsameren Mr. Moundshroud. Als einer der Jungen von einem dunklen Etwas entführt wird, nimmt Mr. Moundshroud die restlichen Kinder am Schwanz eines Winddrachens hängend mit auf eine Reise durch Raum und Zeit, um in der Vergangenheit (in der Steinzeit, dem alten Ägypten, dem Mittelalter) nach ihrem verschwundenen Freund zu suchen und die Bedeutung Halloweens kennenzulernen.

Eine wunderbare, magische Geschichte, die es (zumindest auf Englisch) in vielen verschiedenen Ausgaben mit tollen Illustrationen gibt. Es existiert auch eine Hanna Barbara Trickfilm-Adaption von 1993, die ich mir für diesen Oktober auf die persönliche Watchlist gesetzt habe.

 

Stefans Horroktoberfest – Tag 4: The Fog – Nebel des Grauens

Veröffentlicht 4. Oktober 2017 in Horroktoberfest

Ich hab keine Ahnung, wann ich The Fog von John Carpenter das erste Mal gesehen habe.

Ich weiß nur, dass ich ihn seitdem immer wieder sehen kann.

Nach Halloween landete Carpenter damit seinen zweiten Horrorklassiker (wieder mit Jamie Lee Curtis). Einen der zum Glück nie eine Fortsetzung hatte, nur ein richtig beschissenes Remake, aber welches Remake ist das nicht.

#Buchpassion: Lieblingsautor*in

Veröffentlicht in Allgemein, Schreiben

Ich habe keinen einzelnen Lieblingsautoren.

Ich habe viele verschiedene Lieblingsautoren.

Aber für die #Buchpassion mache ich mal eine Ausnahme und nenne einen Namen.

Don Winslow.

 

Vor Jahre schwärmte mir mein Freund Michel Birbaek, selbst Autor von fünf Romanen (der sechste erscheint demnächst), immer von einem Buch namens The Life and Death of Bobby Z vor.

Irgendwann habe ich das dann mal gelesen.

Und hatte die Droge Winslow intus.

Die Sucht wurde mit jedem Buch größer.

Stefans Horroktoberfest – Tag 3: NIGHT IN THE LONESOME OCTOBER von Richard Laymon

Veröffentlicht 3. Oktober 2017 in Horroktoberfest

Richard Laymon ist leider bereits 2001 mit 54 Jahren verstorben, hat aber über dreißig Romane und Dutzende Kurzgeschichten veröffentlicht. Alles knallhartes Horror-Zeug, prallvoll mit Sex und Gewalt, manche mit übernatürlichen Elementen, in anderen ist der Mensch Horror genug. Bei so vielen Büchern ist nicht jeder Schuss ein Treffer, zumal einige Romane erst posthum veröffentlicht wurden, aber Laymons Werk ist in seiner Vielfalt (auch wenn man alle unter Horror verorten kann) absolut beeindruckend.

NIGHT IN THE LONESOME OCTOBER (in Deutschland als FINSTER erschienen) ist einer meiner bisherigen Favoriten (und wohl der erste posthum veröffentlichte Roman). Die Story dreht sich um Ed, einen Studenten, der, nachdem seine Freundin ihn verlassen hat, damit beginnt nächtliche Spaziergänge durch die Stadt Wilmington zu machen. Dabei trifft er auf die unterschiedlichsten Charaktere, manche interessant, manche seltsam – und manche verdammt gefährlich. Es gibt keinen stringenten Plot, stattdessen viele lose dahintreibende Elemente (wie zum Beispiel Kannibalen unter einer Brücke, I shit you not), aber Laymon verleiht Eds Spaziergängen etwas magisches, traumhaftes, und man kann beim Lesen die lauen Oktobernächte Wilmingtons förmlich spüren.

Stefans Horroktoberfest 2017 – Tag 2: TRAIN TO BUSAN

Veröffentlicht 2. Oktober 2017 in Horroktoberfest

Immer wenn jemand den Zombiefilm für tot erklärt kommt ein Streifen wie Train to Busan daher.

Ein geschiedener Vater in Süd-Korea will seine Tochter mit dem Schnellzug zu ihrer Mutter nach Busan bringen. Zur selben Zeit geschehen in der ganzen Gegend seltsame Dinge (Tote erwachen zum Leben), woran die Firma des Vaters Mitschuld tragen könnte. Kaum sind Vater und Tochter im Schnellzug bricht das Chaos aus. Lebende Tote der schnellen Variante setzen das Land in Angst und Schrecken. Die Reisenden erfahren, dass der Schnellzug aufgrund der Gefahr bis Busan nicht mehr stoppen wird. Aber es befindet sich bereits ein Infizierter an Bord und die Passagiere müssen im dahinrasenden Zug um ihr Leben und gegen eine stetig wachsende Anzahl von Zombies/Infizierten kämpfen.

Stefans Horroktoberfest 2017 – Tag 1: IT von Stephen King

Veröffentlicht 1. Oktober 2017 in Horroktoberfest

Stefans Horrorktoberfest: Jeden Tag ein Häppchen Horror. Buch oder Film, was mir morgens gerade in den Sinn kommt.

Fangen wir mit einem Roman an. Einem Klassiker, dessen (Neu)Verfilmung gerade im Kino läuft und dessen Titel dadurch in aller Munde ist.

IT von Stephen King.

Ich habe den Roman gelesen, als er herauskam. 1986, als Teenager. Das war die Zeit, in der ich jeden neuen King-Roman noch sofort nach Erscheinen verschlungen habe. Das änderte sich Anfang der Neunziger nach Needful Things. Ich hatte das Gefühl Kings Werke wurden immer länger, aber auch irgendwie langweiliger. Immer öfter dachte ich: weniger wäre mehr gewesen. Mit den Jahren habe ich King nur noch sporadisch, bis gar nicht mehr gelesen, aber das ist eine andere Geschichte. Und ändert nichts an der Tatsache, dass Stephen King der Meister ist.

Der ungekrönte König.

Und IT oder ES wie der Roman auf Deutsch heißt, ist eins dieser Bücher, dass eine ganze Generation geprägt hat und nicht umsonst, als eine von Kings besten Arbeiten gilt.

Der Meister auf dem Höhepunkt seiner Kunst könnte man behaupten.

Es war einmal in Deutschland – Kristallnacht

Veröffentlicht 25. September 2017 in Ebook, Es war einmal in Deutschland, Roman