Alarm für Cobra 11: „Alles aus Liebe“ – am Donnerstag, 09.11.17, um 20:15 Uhr auf RTL

Veröffentlicht 6. November 2017 in Drehbuch, Serien, TV

An diesem Donnerstag, dem 09.11.17, gibt es eine neue Folge „Alarm für Cobra 11“, die ich in die Tasten gehauen habe.

In „Alles aus Liebe“ scheint ein Mitglied der Autobahnpolizei die Seiten gewechselt zu haben. Was steckt dahinter?

Wie immer um 20: 15 Uhr.

Trailer findet hier.

BLIND von Christoph Gampl & Boris Naujoks

Veröffentlicht 2. November 2017 in Drehbuch, Kino

Momentan ist ein Film in der Mache, für den ich persönlich „nur“ dramaturgische Beratung und ein bisschen Polish gemacht habe, der aber für alle Beteiligten eine echte Herzensangelegenheit ist und im Herbst für ganz kleines Geld in Berlin gedreht wurde.

Unter der Regie von Christoph Gampl, der mit Boris Naujoks auch das Buch zu Blind geschrieben hat, spielt Kida Ramadan (4 Blocks) den blinden Killer Momo, der wider Willen zum Beschützer eines kleines Mädchens wird. Das wiederum stellt seine Freundschaft zu seinem Partner Kadir (Blerim Destani) auf die ultimative Probe.

Ein Film Noir (nicht nur weil er in schwarzweiß gedreht ist) aus Deutschland. Produziert von Christoph Gampl, Harry Flöter und Kida Ramadan.

 

Scheißhausliteratur (9) I hear the Sirens in the Streets

Veröffentlicht 1. November 2017 in Scheißhausliteratur

Die Amerikaner sind die Meister, wenn es sich um Krimis, oder wie sie es nennen „Mysterys“ dreht.
Das heißt aber nicht, dass es andere Nationalitäten nicht auch drauf haben (kommt mir nicht mit den Schweden, von denen hab ich noch keinen gelesen).

Der Ire John Connolly war ja schon Mitglied im Club der Scheißhausliteratur und heute haben wir Adrian McKinty zu Gast. Auf den bin ich durch die Dead-Trilogie um den in Amerika ansässigen, irischen Kriminellen Michael Forsythe gestoßen.

Mit den Büchern um den Belfaster Bullen Sean Duffy ist er auf die Seite des Gesetzes gewechselt. I hear the Sirens in the Streets (geile Titel hat McKinty auch drauf – mein Favorit der des bislang letzten Duffy-Romans: Police at the Station and they dont look friendly) ist das zweite von bislang sechs Büchern um Sean Duffy, dessen Fälle sich in den achtziger Jahren vor der einzigartigen Kulisse der Troubles abspielen, der Zeit des mehr oder weniger offenen Krieges zwischen der IRA und der irischen/britischen Regierung. Da sind Bombenanschläge und Morde an der Tagesordnung, und Polizisten wie Duffy checken jeden Morgen, bevor sie zur Arbeit fahren, ob auch kein Sprengsatz unter ihrem Auto steckt.

Stefans Horroktoberfest 2017 – Tag 31: EINEN KOPF KÜRZER von Stefan Barth

Veröffentlicht 31. Oktober 2017 in Ebook, Horroktoberfest, Kurzgeschichten

So. Und zu Halloween pimpe ich dann mal mein eigenes neues Buch, das ab sofort auf Amazon als Ebook erhältlich ist.

Zwölf Kurzgeschichten, mit jeder Menge Horror. Natürlich und übernatürlich.

Über den Zaun: Ein nächtlicher Freibadbesuch hat Konsequenzen.

Der Stock: Die Geschichte einer späten Rache.

Frohes Neues: Der Heimweg in der Neujahrsnacht kann lang sein. Sehr lang.

Die Leute hier glauben an Garagen: Ein Mann, ein Engel und ein Amokläufer.

Milagro: Drei Cowboys auf der Flucht vor ihrem rachsüchtigen Arbeitgeber – und einem Revolverheld, von dem man sagt, dass er kein Mensch sei.

Einen Kopf kürzer: Ein Kriegsreporter und die scharfe Klinge des religiösen Fanatismus.

Perfekte Wellen: Eine Gruppe Surfer will vor einer unbewohnten, exotischen Insel perfekte Wellen reiten. Aber wie das so ist mit dem Wörtchen „unbewohnt“…

Billige Helden: Eine junge Schwimmlehrerin findet seltsame neue Verehrer …

Wie Mario Bava zu seinen besten Zeiten: Drei Freunde besuchen eine etwas andere Videothek.

Schweinerei: Joggen im Wald soll gesund sein. Wenn man allerdings auf ein Wildschwein trifft …

Süßes oder Saures: Kinder ziehen am Halloweenabend los, um Süßigkeiten zu sammeln. Sie finden etwas anderes …

Frohe Weihnacht: Im Russland des zweiten Weltkriegs haben deutsche Landser eine weihnachtliche Begegnung.

Stefans Horroktoberfest 2017 – Tag 30: HALLOWEEN von John Carpenter

Veröffentlicht 30. Oktober 2017 in Horroktoberfest

Halloween.

John Carpenter.

Müssen wir nichts zu sagen, oder?

Tun wir auch nicht.

Create & Inspire Interview

Veröffentlicht 29. Oktober 2017 in Interview, Schreiben

Wen es interessiert, hier gibt es ein Interview mit mir zum Thema Kreativität aus der Create & Inspire-Reihe von der lieben Kollegin Nina C. Hasse, Autorin des Steampunk-Krimis Ersticktes Matt.

Create & Inspire: Stefan Barth

Stefans Horroktoberfest 2017 – Tag 29: DAY BY DAY ARMAGEDDON-Reihe von J.L.Bourne

Veröffentlicht in Horroktoberfest

Und noch mal Zombies. Diesmal in der Form eines Tagebuchs, geschrieben von einem amerikanischen Marineoffizier.

Die vierteilige Day by Day ArmageddonReihe von J.L. Bourne.

Wenn es um Waffen und Überlebenstaktiken in Extremsituationen geht, weiß Autor Bourne, der selbst Marineoffizier ist, wovon er redet und das gibt seinen Büchern eine Authentizität, die andere Romane des Genres vielleicht vermissen lassen. Dafür geht es auf Charakter-Ebene etwas flacher, bzw. eintöniger zu, was sich aber in den späteren Büchern bessert.

Bourne gelingt es eine bedrückend realistische Atmosphäre der Apokalypse zu schaffen und findet Ansätze, die man vorher nicht gelesen hat, wie zum Beispiel von Atombombenabwürfen geschaffenen Horden radioaktiv verseuchter Zombies.

Erst in diesem Jahr ist der vierte und abschließende Teil, Ghost Run, erschienen und ich bin gespannt, welches Ende Bourne gefunden hat. Den Ursprung des Zombie-Outbreaks, den er in Teil 3 anreißt, fand ich persönlich nicht so prickelnd, aber man wird sehen.

In Deutschland ist die Reihe als Tagebuch der Apokalypse bei Heyne erschienen.

Stefans Horroktoberfest 2017 – Tag 28: DAWN OF THE DEAD (2004) von Zack Snyder & James Gunn

Veröffentlicht 28. Oktober 2017 in Horroktoberfest

Das die Zombie-Filme von George A. Romero heilig sind, muss ich nicht extra erwähnen.

Aber brechen wir mal eine seltene Lanze für ein Remake.

Die von James Gunn geschriebene Version von Romeros Dawn of the Dead steht gänzlich auf eigenen Beinen. Das einzige, was diese von Zack Snyder inszenierte Neuverfilmung mit Romeros Original verbindet, ist die Shopping-Mall als zentraler Handlungsort.

Der Rest ist neu und gelungen und voller eigener Ideen. Gut, die Zombies rennen, muss ich als Zombie-Purist nicht haben, ist aber so, und irgendwie auch beschissen furchteinflößend. Die Hauptfigur ist eine toughe Frau und die Gruppe von Überlebenden ein illustrer Haufen. Es macht Spaß und ist sauspannend zusehen, ob und wie und wer hier lebend rauskommt.

Dawn of the Dead (2004) ist einer dieser Streifen, die man immer weitergucken will, wenn man mal zufällig reinzappt (wobei, wer zappt eigentlich noch?) und das ist eins der besten Komplimente, die man einem Film machen kann.

Stefans Horroktoberfest 2017 – Tag 27: Die EDEN-Reihe von Tony Monchinski

Veröffentlicht in Horroktoberfest

Mehr Zombies.

Auf der Liste meiner Lieblingsbücher über die wandelnden Toten kommt Tony Monchinskis EDEN Reihe gleich nach World War Z von Max Brooks.

Hart. Schmutzig. Depressiv.

Es gibt schnelle Zombies, langsame Zombies, für jeden Geschmack etwas.

Und kein Splatter um des Splatters willen.

Der erste Band, Eden, hat zwei zeitliche versetzte Handlungsstränge. Der eine spielt nachdem die Welt bereits den Bach runtergegangen ist, und sich eine Gruppe von Überlebenden in New York eine Bastion namens Eden geschaffen hat. Aber irgendjemand lässt eines Nachts die Zombies herein. Zwar können die Untoten abgewehrt werden, aber die Hauptfigur Harris wird gebissen. Er weiß, er hat nicht lange, bevor er selbst zum Zombie wird, aber bis dahin will er noch herausfinden, wer und warum den Untoten Zugang zu Eden verschafft hat. Das alles unterschnitten mit Kapiteln, die die Erlebnisse der verschiedenen Bewohner Edens während des Ausbruchs der Zombie-Apokalypse beschreiben. Erzählt mit einer kompromisslosen Härte und Düsternis, die unter die Haut geht.

Das zweite Buch, Crusade, steigt ein paar Jahre später ein und greift ein paar der Charaktere aus dem Vorgänger wieder auf.  Es geht, wie der Titel verrät, um den „Kreuzzug“ der Überlebenden gegen die Zombiehorden. Unvergesslich der Einstieg, in dem Monchinski schildert, wie zwei zwei der Charaktere eine ganze Kleinstadt von Untoten bereinigen und sich die Leichen im wahrsten Sinne des Wortes zu Bergen türmen. Dann noch die surreale Szene mit einem nackten, zwergwüchsigen Zombie – interessante Kleinigkeiten, die Monchinskis Bücher zu etwas Besonderem machen.

Der dritte und vierte Teil der Reihe, Resurrection und Moriah, sind eigentlich ein Buch, dass Mochinski aufgrund der Länge in zwei Bände unterteilt hat. Die Handlung spielt fünfundzwanzig Jahre nach dem Ausbruch der Zombie-Apokalypse, in einer Zeit, in der die Menschheit es geschafft hat zumindest einen Teil ihrer Zivilisation wieder herzustellen. Es gibt von Zombies gereinigte Landstriche in denen das Leben wieder in geregelten Bahnen verläuft und hinter hohen Mauern Gebiete, in denen die letzten Untoten herumstreifen. Und andere Gefahren lauern. Eine Gruppe von jungen Leuten bricht auf der Suche nach einem der Charaktere aus den vorangegangenen Büchern in eins dieser nicht bereinigten Gebiete auf – und und gerät dabei an eine Gruppe von radioaktiv verseuchten Mutanten. Die Jagd beginnt ….

In den letzten beiden Büchern verliert Monchinski irgendwann ein bisschen den Fokus und der Mangel an Zombies mag den ein oder anderen enttäuschen, aber Resurrection und Moriah bilden nichtsdestotrotz einen konsequenten Abschluss für die Reihe.

Auf Deutsch ist nur das erste Buch bei Heyne erschienen.

Stefans Horroktober 2017 – Tag 26: HALLOWEEN III – SEASON OF THE WITCH von Tommy Lee Wallace

Veröffentlicht 26. Oktober 2017 in Horroktoberfest

Nach den ersten beiden Halloween-Filmen wartete ich als Teenager in naiver Vorfreude auf den nächsten Halloween-Streifen. Der erschien dann 1982 mit Halloween III – Season of the Witch, wie Teil 2 von John Carptener nur produziert und gescored. Drehbuch und Regie lagen in den Händen eines Typens namens Tommy Lee Wallace.

Noch bevor der Film in meinem örtlichen Kino lief (wenn er überhaupt lief) kaufte ich den Roman zum Film von Jack Martin aka Dennis Etchison, dessen Novelization zu Halloween 2 mich extrem beeindruckt hatte. Ich fing an zu lesen, und nach ein paar Seiten fragte ich mich, wo denn Michael Meyers blieb. Der musste doch jetzt langsam mal in Erscheinung treten.

Tat er aber nicht.

The fuck?!

Stattdessen ging es um einen satanischen Fabrikanten von Halloween-Masken, der mit eben diesen Masken und ein bisschen alter Hexen-Magie ganz sinistre Pläne schmiedet. Mann, was war ich enttäuscht. Und hab mir den Film niemals angesehen. Bin erst wieder mit Teil IV, in dem Michael Meyers zurückkehrte, ins Halloween-Thema eingestiegen. Ich glaube, ich war damals nicht der einzige.

Erst viele Jahre später, als ich immer mal wieder las, dass man Halloween III doch eine Chance geben sollte, schaute ich den Film.

Und?

Sieht man mal von der überflüssigen Frage ab, ob Halloween oder irgendein anderer Film überhaupt eine Fortsetzung braucht, würde ich sagen, dass Halloween III eins der besseren Sequels ist.

Eben weil es keinen Michael Meyers gibt. Weil es eine eigenständige Geschichte ist. Mit derselben unheimlichen Atmosphäre seiner Vorgänger (ich persönlich mag ja Teil 2 und hab ihn tatsächlich vor Teil 1 gesehen).

Und mal ehrlich, ein Halloweenmasken-Hersteller als Bad Guy, das ist schon cool. Der Werbespot des Maskenherstellers, der im Film die Tage bis Halloween herunterzählt, ist inzwischen schon selbst ein Klassiker.

Also, wer Halloween III nicht kennt, oder bislang nicht kennen wollte, weil kein Michael Meyers dabei ist: gebt Euch einen Ruck.

Season of the Witch ist es wert entdeckt zu werden.